Prometheus - Arbeit am Mythos

Multiperspektivisch und gleichsam 'synart' sollen möglichst vielen Schülerinnen und Schülern des BG Tanzenberg im Sommersemester 2008 die Areale 'Kunst' und 'Künstler' in den verschiedensten Ausprägungen durch Werkstattgespräche und Workshops in der Reihe KünstlerLeben - KunstErleben - KunstGestalten nähergebracht werden - mit der Intention, damit sowohl authentische Einblicke in die Lebenswirklichkeit von Kunstschaffenden als auch in die ungebrochene, stets aktuelle und stetig zu aktualisierende Wirkmächtigkeit von antiken Mythen und Themen in der europäischen Kunst zu vermitteln.

Als Form dient die möglichst kohärente, künstlerisch-kreative Arbeit an einem konkreten Kunstprojekt mit einem referentiell-thematischen Kern, dem Mythos von Prometheus.

Leitmotiv dieser Kulturarbeit, die auch im Klassenverband am Leitfaden der Lehrpläne in den Fächern Bildnerische Erziehung, Bühnenspiel, Deutsch, Englisch, Italienisch, Griechisch, Informatik, Instrumentalmusik, Latein, Musikerziehung, textiles und technisches Werken, Webdesign möglich und wünschenswert ist, ist ein Satz von Peter Handke 'Jetzt ist die Antike'.

Ziel dieses Prozesses von Kunstvermittlung und Begabtenförderung ist die Erarbeitung von KunstStücken für ein gemeinsames, komplementäres Programm von Schülern und Künstlern, mit dem die von Valentin Oman unlängst neugestaltete Aula des Schulneubaus nun erstmals adäquat bespielt werden soll: PrometheusVariationen I.

Gleichsam in einer Parallelaktion für eine kulturell interessierte Öffentlichkeit wird der Mythos Prometheus auch wissenschaftlich und diskursiv in der Reihe 'Arbeit am Mythos: Prometheus' bearbeitet.

Die Überschneidung und intensive Verschränkung der Elemente Diskurs und Kunst mit dem (Schul)Leben ist programmatisch intendiert: variatio delectat .

Das Unternehmen soll - nach S[PR]ING.BRUNNEN 2002 - ein Proprium des Tanzenberger Gymnasiums in kleineren Dimensionen, aber gleichfalls auf höchstmöglichem Niveau wieder sichtbar machen.

Ich lade alle zur Arbeit am Mythos, zu MythArbeit herzlich ein.

Ernst Sigot